Theater WIR

(VHS-Theatergruppe WIR)


 
William Shakespeare
Des Winters Märchen
- The Winter's Tale -
Übersetzt und eingerichtet von
Heiko Postma

8.6., 11.6. und 12.6.2012
19:30 Uhr
Stadttheater Ratingen

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Programm
Kritiken
Fotos



Ankündigungen
 

De Dumeklemmer 30.5.2012

Rheinische Post, Lokalteil Ratingen, 31.6.2012

Ratinger Wochenblatt, Lokalteil Ratingen, 6.6.2012
 
Programm
In eigener Sache…

Im 35. Jahr ihres Bestehens nimmt sich Theater WIR, die Theatergruppe der VHS Ratingen, zum zweiten Mal ein Stück des großen William Shakespeare vor.

Das erste Mal war vor neun Jahren, als WIR im Sommer 2003 „Ein Mittsommernachtstraum“ zur Aufführung brachte, die scheinbar leichte, romantische Komödie. Doch hinter der vermeintlichen Leichtigkeit, die vor allem die Übersetzer der Romantik dem Stück überstülpten, zeigte sich schnell die menschlich, allzumenschliche Dimension: Das Verwirrspiel um die Liebe droht immer wieder in die Tragödie abzukippen. Doch der Meister lässt es im humorvollen Schluss des Rüpelspiels enden – alles geht dann doch gut aus.

Ähnlich ist es im Wintermärchen, das in der von uns gewählten Fassung korrekt übersetzt „Des Winters Märchen“ heißt. Hier stehen sich Tragödie und Komödie schroff gegenüber: Erst kurz vor der Pause, wenn die Handlung nach Böhmen wechselt, erscheinen mit dem Schäfer und dem Clown die ersten komödiantischen Figuren. Bis dahin entwickelt sich ein grundloses und dennoch tödliches Eifersuchtsdrama. Erst wenn die Figuren der Tragödie und der Komödie – ungewollt – zusammenarbeiten, wendet sich alles zum Guten. Das Stück beginnt als Tragödie und endet als Märchen, wie es so wohl nur auf dem Theater möglich ist.

WIR wünschen Ihnen dabei viel Spaß
 

Des Winters Märchen

„Ein Schmarren, aber ein unsterblicher“, so urteilt der große Kritiker Alfred Kerr über Shakespeares vorletztes Stück „The Winters Tale“. Es steht fast am Ende eines ungewöhnlich erfolgreichen Theaterlebens, das alle Höhen und Tiefen der menschlichen Existenz ausgelotet hat. Seien es die großen Königsdramen, die unsterblichen Komödien oder die Meilensteine der Theaterkunst vom Macbeth über Hamlet und Othello bis hin zum Lear: Alle Stufen des Hasses und der Liebe, der Verblendung, der Raserei und der Intrige wurden hier ernst wie heiter abgehandelt.

Am Ende seines Schaffens, an der Schwelle zum Zeitalter des Barock, zieht Shakespeare in „Des Winters Märchen“ eine Bilanz seiner Figuren: Er stellt die Eifersuchtstragödie des Leontes, ohne sie näher zu begründen, in den Mittelpunkt des ersten Teiles. Die Raserei des Sizilienkönigs kostet (scheinbar) gleich drei seiner nächsten Angehörigen und einer nicht näher bestimmten Anzahl Untergebener das Leben.

Schroff wechselt die Szene nach Böhmen: Hier treiben Figuren aus den Stücken von Shakespeares Jugendzeit ihr Unwesen: Der dreiste Dieb, der Clown und der tumbe Schäfer. Unwissentlich greifen sie in die Tragödie des ersten Teiles ein. Ein Kunstgriff, der nur gelingt, weil der Meister die Theatergesetze ignoriert und mal eben 16 Jahre verstreichen lässt – wohl motiviert durch das Auftreten der Zeit als allegorische Figur.

Nun also kann sich wie durch ein Wunder (natürlich ein Theaterwunder) alles zum Besten fügen. Zwar bleiben Antigonus und Mamillius auf der Strecke, aber zumindest das Königspaar ist nach 16 Jahren wieder vereint und dazu Florizel und Perdita. Wenn das kein Happy Ende ist?

Lassen wir noch einmal Alfred Kerr zu Wort kommen: „Shakespeare geht auf die Rührungsszene des Schlusses. Dahin will er kommen. Dahin! Er begründet nicht, weshalb der König so plötzlich in Eifersuchtsraserei fällt; und fast überhaupt nicht, wieso die Königin eigentlich sechzehn Jahre verborgen bleibt; er will irgendwie, dass ein König, der einst gerast hat, und eine Gattin, die sechzehn Jahre verborgen blieb, sich in einem Schlussauftritt finden. Ein Schmarren, aber ein unsterblicher.“

Jens D. Billerbeck
 
 

Des Winters Märchen
The Winters Tale
von William Shakespeare
eingerichtet und übersetzt von Heiko Postma

8.6., 11.6. und 12.6.2012
19:30 Uhr
Stadttheater Ratingen

Leontes, König von Sizilien
Mamilius, sein Sohn
Hermione, Gemahlin des Leontes
Polixenes, König von Böhmen
Camillo ) 
Antigonus ) 
Cleomenes) 
Dion  ) vornehme Sizilianer
Archidamus, böhmischer Edler
Paulina, Gemahlin des Antigonus
Emilia, Kammerfrau Hermiones
Ein Mädchen
Diener
Zwei Lords )
  )
Zwei Beamte )
   )
Gefängniswärter
Matrose
Ein alter Schäfer
Ein Clown, sein Sohn
Autolycus, ein Spitzbube
Florizel, Sohn des Polixenes
Perdita, Leontes und Hermiones Tochter
Mopsa )
Dorcas ) Schäferinnen
Ein Bote
Die Zeit
Drei Gentlemen)
)
)
Regie
Bühnenbild
Kostüme)
        )
Souffleuse
Ton
Video
Bühnenmeister
Beleuchtung 
Reinhard Gellissen
Hanni Poguntke
Inge Gellissen
Henning Hallmann
Thomas Uhr
Hiltrud Köhne
Christoph Oberdorf
Jens D. Billerbeck
Birgit Olligs
Nicole Konejung
Shari van Treeck
Gabriela Dylus
Julia van der Burgt
Franz Schroers
Christoph Oberdorf
Henning Hallmann
 Michael Schweiger
Jens D. Billerbeck
Michael Schweiger
Franz Schroers
Carmen Metje
Birgit Olligs
Michael Schweiger
Hanni Poguntke
Gabriela Dylus
Shari van Treeck
Christoph Oberdorf
Nicole Konejung
Christoph Oberdorf
Shari van Treeck
Hiltrud Köhne
Jens D. Billerbeck
Jens D. Billerbeck
Kerstin Freund
Carmen Metje
Kerstin Freund
Guido H. Bruck
Tom Kubik
 Werner Schaaf
Christian Dumjahn
Die Szene ist teils in Sizilien, teils in Böhmen
Spieldauer ca. 2¾ Stunden – eine Pause
Aufführungsrechte: Deutscher Theaterverlag Weinheim

Wir danken dem Kostümverleih „Camillas Time Travel“ für die freundliche Unterstützung – www.camillas-time-travel.de

Kritiken

Rheinische Post, Lokalteil Ratingen 11.6.2012

Westdeutsche Zeitung, Lokalteil Ratingen 11.6.2012

Fotos

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