Theater WIR

(VHS-Theatergruppe WIR)


 
Heiner Schnitzler
Die Prinzessin auf der Erbse
2.12., 9.12., 16.12. und 23.12.2006
15:00 Uhr
Stadttheater Ratingen
 
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Ratinger Wochenblatt 2.11.2006

Ratinger Wochenblatt 7.12.2006

Rheinische Post, 9.12.2006

Westdeutsche Zeitung, Lokalteil Ratingen, 4.12.2006

Programm

In eigener Sache…

Alle Jahre wieder kommt das Ratinger Weihnachtsmärchen ins Stadttheater: gespielt und inszeniert von der VHS-Theater-gruppe WIR, veranstaltet vom City-Kauf Ratingen. In diesem Jahr haben wir uns für das Märchen „Die Prinzessin auf der Erbse“ nach Hans Christian Andersen entschieden.

Schon die Länge des Originalmärchens, das Sie auf der Rückseite dieses Programms abgedruckt finden, zeigt, dass es nur für einen sehr kurzen Theaternachmittag gereicht hätte. Wenn, ja wenn nicht der Autor unserer Theaterfassung sich eine ganze Reihe zusätzlicher Figuren und Handlungsstränge hätte einfallen lassen.

Heiner Schnitzler, von dem wir vor einigen Jahren schon „Des Kaisers neue Kleider“ gespielt haben, gelingt es auch hier, eine märchenhafte, aber auch kindgerechte, kurzweilige und witzige Geschichte zu erzählen.

Wundern Sie sich also nicht, wenn die titelgebende Erbse erst nach der Pause in Erscheinung tritt. Bis sie nämlich als echte „Prinzessinnen-Prüfung“ gebraucht wird, bedarf es einer amüsanten und spannenden Vorgeschichte.

Doch wir wollen nicht zu viel verraten, lassen Sie sich überraschen. Wir hoffen, dass unseren kleinen und großen Zuschauern die Aufführung so viel Spaß macht, wie uns während der Vorbereitung.

Im kommenden Jahr wird Theater WIR, die Theatergruppe der VHS Ratingen, 30 Jahre alt. Unsere Festvorstellung ist bereits für den 12., 15. und 18. Mai 2007 terminiert. Es gibt „Merlin oder Das wüste Land“ von Tankred Dorst, eines der erfolgreichsten Stücke des vergangenen Jahrhunderts, das 1981 seine viel beachtete Uraufführung in Düsseldorf erlebte. Wir spielen das Stück in einer eigenen Fassung für einen Abend.
 

Heiner Schnitzler
Die Prinzessin auf der Erbse
Mossi Schack
Prinz
König
Königin
Zerboro
Sonorola
Crissola, ihre Tochter
Savarella, ein Findelkind
Simsa
Labim
Schwarze Königin
Zaringha

Regie
Bühnenbild
Souffleuse
Kostüme

Ton
Video
Bühnenmeister
Beleuchtung

Julia van der Burgt
Thomas Joppich
Henning Hallmann
Sonia Boot
Franz Schroers
Birgit Olligs
Daniela Krüll
Hanni Poguntke
Carmen Metje
Inge Gellissen
Melita Kaulertz
Annette Perschau

Jens D. Billerbeck
WIR
Kerstin Freund
Carmen Metje
Kerstin Freund
Guido H. Bruck
Thomas Kubik
Werner Schaaf
Jörg Heinze

Veranstalter: City-Kauf Ratingen
Aufführungsrechte: Deutscher Theaterverlag Weinheim
Hans Christian Andersen
Die Prinzessin auf der Erbse

Es war einmal ein Prinz, der wollte eine Prinzessin heiraten. Aber das sollte eine wirkliche Prinzessin sein. Da reiste er in der ganzen Welt herum, um eine solche zu finden, aber überall fehlte etwas. Prinzessinnen gab es genug, aber ob es wirkliche Prinzessinnen waren, konnte er nie herausfinden. Immer war da etwas, was nicht ganz in Ordnung war. Da kam er wieder nach Hause und war ganz traurig, denn er wollte doch gern eine wirkliche Prinzessin haben.
Eines Abends zog ein furchtbares Wetter auf; es blitzte und donnerte, der Regen stürzte herab, und es war ganz entsetzlich. Da klopfte es an das Stadttor, und der alte König ging hin, um aufzumachen.
Es war eine Prinzessin, die draußen vor dem Tor stand. Aber wie sah sie vom Regen und dem bösen Wetter aus! Das Wasser lief ihr von den Haaren und Kleidern herab, lief in die Schnäbel der Schuhe hinein und zum Absatz wieder hinaus. Sie sagte, dass sie eine wirkliche Prinzessin wäre.
'Ja, das werden wir schon erfahren!' dachte die alte Königin, aber sie sagte nichts, ging in die Schlafkammer hinein, nahm alles Bettzeug ab und legte eine Erbse auf den Boden der Bettstelle. Dann nahm sie zwanzig Matratzen, legte sie auf die Erbse und dann noch zwanzig Eiderdaunendecken oben auf die Matratzen.
Hier sollte nun die Prinzessin die ganze Nacht über liegen. Am Morgen wurde sie gefragt, wie sie geschlafen hätte.
»Oh, entsetzlich schlecht!« sagte die Prinzessin. »Ich habe fast die ganze Nacht kein Auge geschlossen! Gott weiß, was in meinem Bett gewesen ist. Ich habe auf etwas Hartem gelegen, so dass ich am ganzen Körper ganz braun und blau bin! Es ist ganz entsetzlich!«
Daran konnte man sehen, dass sie eine wirkliche Prinzessin war, da sie durch die zwanzig Matratzen und die zwanzig Eiderdaunendecken die Erbse gespürt hatte. So feinfühlig konnte niemand sein außer einer echten Prinzessin.
Da nahm sie der Prinz zur Frau, denn nun wusste er, dass er eine wirkliche Prinzessin gefunden hatte. Und die Erbse kam auf die Kunstkammer, wo sie noch zu sehen ist, wenn sie niemand gestohlen hat.
Seht, das war eine wirkliche Geschichte!


ã 2006 by VHS-Theatergruppe WIR, Fotos:  van Treeck