Theater WIR

Theater WIR ist eine Theatergruppe der VHS Ratingen

Brian J. Burton
Sweeney Todd, der mordende Barbier
(Sweeney Todd, the Barber)
Nach George Dibdin Pitts Version des legendären Dramas bearbeitet von Brian J. Burton.
Deutsche Fassung Walter Brandin.

Donnerstag, 17.5.2001, 20:00 Uhr
Freitag, 18.5.2001, 20:00 Uhr
Sonntag, 20.5.2001, 11:00 Uhr
Medienzentrum Ratingen
Eintritt 12 DM, Ermäßigt 10 DM


Ankündigung


Ratinger Wochenblatt 10.5.2001
Programm
Kritik

Rheinische Post, Lokalteil Ratingen, 19.5.2001


Westdeutsche Zeitung, Lokalteil Ratingen, 21.5.2001

Besetzung
 
Sweeney Todd, Barbier
Smith, Mechaniker
Mrs. Ragg
Tobias, Ihr Sohn
Mark Ingestre, Kapitän
Jeanette Parmine, Schmuckhändlerin
Colonel Jeffrey
Jasper Oakleyk
Mrs. Oakley
Johanna Oakley
Dr. Lupin
Mrs. Lovett, Besitzerin eines Pastetenladens
Jarvis
Fiona Fogg, Irrenärztin
Richter
Mrs. Poorlean, Schnapsverkäuferin
2 Aufseher
Irrenwärter, Gerichtsdiener

Regie
Bühnenbild
Video
Licht und Ton
Souffleuse

Thomas Joppich
Thomas Uhr
Daniela Krüll
Saskia Weilandt-Lenzen
Henning Hallmann
Maike de Vries
Jochen Hermanns
Ansgar M. van Treeck
Nicole Theyssen
Carmen Metje
Gereon Becker
Daniela Krüll
Tania Maier
Birgit Olligs
Susanne Kleuker
Maike de Vries
Thomas Uhr, Jens D. Billerbeck
Jens D. Billerbeck

Jens D. Billerbeck
WIR
Thomas Kubik
Guido H. Bruck
Kerstin Freund

14 Bilder (vier Akte), Pause nach dem 7. Bild,
Spieldauer ca. 2 ½ Stunden

Aufführungsrechte: Vertriebsstelle und Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten GmbH,
22844 Norderstedt

In eigener Sache
Mit der heutigen Aufführung präsentiert Theater WIR, die Theatergruppe der VHS Ratingen, eine witzige, blutrünstige Story um einen Barbier, der reiche Kunden mit einer „Maschine“ umbringt, diese ausraubt und ihre Leichen von der benachbarten Pastetenbäckerin zu „Kalbfleischpasteten“ verarbeiten lässt.

Im England der beginnenden industriellen Revolution war ein solches Stück genau richtig für sein Publikum: Vor allem die Industriearbeiter – fast wie Sklaven gehalten und ohne Aussicht, ihr Leben zu bessern – „erfreuten“ sich an Mord und Totschlag; vor allem, wenn es Leute aus den oberen Gesellschaftsschichten traf.

Ohne all zu viel in die Geschichte hinein interpretieren zu wollen, ist die „Mechanisierung“ des Mordens in diesem 1847 entstandenen Stück sicher auch eine Anspielung auf die damals allseits um sich greifenden Maschinen. Sie führten zur Industrialisierung und lockten die Menschen zu Tausenden vom Land in die immer größer und anonymer werdenden Städt. In Ratingen ist Cromford, die erste Maschinenspinnerei des Kontinents, ein lebendiges Beispiel für diese Epoche.

Sweeney Todd ist so auch ein Beispiel für die Auswirkung der Industrialisierung: die „Entfremdung“ des Menschen von seinem „Handwerk“ – als er schließlich selbst Hand anlegen muss um seine Komplizin zu ermorden, erschrickt er über das Blut an seinen Händen.
 

Sweeney Todd, die Geschichte....
Seit mehr als 170 Jahren lebt die Gestalt Sweeney Todds im Bewusstsein der britischen Bevölkerung. Von Generation zu Generation weitergegeben, war er der Schatten, der hinter dem Vorhang lauerte, war er der „schwarze Mann“, der Kinder dazu anhielt, zu gehorchen.

1825: Eine französische Geschichte über einen mordenden Barbier macht in London ihre Runde und erscheint im „Tell-Tale Magazine“ unter dem Titel „A Terrible Story of the Rue de la Harpe“

1846: Thomas Peckett Priest macht daraus eine Fortsetzungsgeschichte unter dem Titel „Die Perlenkette“, die in einem der Londoner Groschenblätter erscheint. Binnen 18 Wochen wurde die Geschichte ungemein populär, speziell in Kreisen der Industriearbeiter.

1847: George Dibdin Pitts dramatisiert „Die Perlenkette“ mit dem Untertitel „Der Schrecken der Fleet Street“. Uraufgeführt wurde das „Melodram“ im Britannia Theatre, wo das Publikum Schock und Spannung erwartete.

1848: Der Erfolg von Pitts Bearbeitung zog dutzende Imitationen nach sich, die während des gesamten 19. Jahrhunderts in England gespielt wurden..

1936: „Der dämonische Barbier aus der Fleet Street“ von George King war die erste Verfilmung der Story.

1959: Am Shakespeare Memorial Theatre bringt die Royal Ballet Company eine Ballett-Fassung des Stückes heraus. Musik von Malcolm Arnold, die Choreographie stammt von John Cranko.

1973: Sweeney Todd hat Premiere am Theatre Royal Stratford East. Die Musical-Fassung stammt von Stephen Sondheim.

1979: Diese Fassung wird erfolgreich am Broadway aufgeführt. In einer der Frauenrollen: Angela Lansbury (Mord ist ihr Hobby). Auch diese Inszenierung findet zahlreiche Nachahmungen in aller Welt.

Werbung mit unserer Aufführung


Werbeprospekt der "Vertriebsstelle und Verlag", Herbst/Winter 2001

Bilder von Aufführungen
 

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ã 2001 by Theater WIR